
Die digitale Personalakte ist ein zentraler Baustein der HR-Digitalisierung. Sie beseitigt das Papierchaos in Unternehmen und schafft eine nachvollziehbare, klar strukturierte digitale Ablage für alle relevanten Personaldokumente. In den letzten Jahren ist das Angebot passender Lösungen stetig gewachsen. Ein aktuelles Whitepaper analysiert die führenden Anbieter in einem Softwarevergleich, um die beste digitale Personalakte mit Dokumentenablage zu ermitteln. Im Folgenden stellen wir die zentralen Ergebnisse der Marktanalyse vor.
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Geschätzte Lesezeit: 10 Minuten
Das Angebot an digitalen Personalakten ist inzwischen so groß, dass ein Ratgeber nötig ist, um die passende Lösung für das jeweilige Unternehmensprofil zu finden. Genau das hat die Unternehmensberatung „Stephan Boehnke HR Consulting & Training“ getan. Herausgekommen ist ein Whitepaper mit einem Softwarevergleich und einer Anbieterbewertung im Bereich der elektronischen Personalakte (ePA). Somit dient es HR-Organisationen als professionelle Entscheidungsgrundlage. Wir dürfen exklusiv einige Kernaussagen daraus zitieren und einen Überblick liefern. Eine wichtige Erkenntnis vorab: Die beste digitale Personalakte ist für jedes Unternehmensprofil eine andere. Die Gründe dafür werden ausführlich im Whitepaper von „Stephan Boehnke HR Consulting & Training“ erläutert.
Inhaltsverzeichnis
- Was wurde in dem Whitepaper zu digitalen Personalakten ermittelt?
- Das sind die Kernaussagen des Whitepapers
- Welche digitale Personalakte passt zu welcher Software?
- Darauf sollte man bei der Auswahl einer geeigneten digitalen Personalakte achten
- Digitale Personalakten im Vergleich (Auszug)
- Fazit zum Softwarevergleich der digitalen Personalakten
Was wurde in dem Whitepaper zu digitalen Personalakten ermittelt?
Das Whitepaper untersucht den deutschsprachigen Markt für elektronische Personalakten systematisch und herstellerübergreifend. Darin wurden insgesamt 16 Anbieter analysiert, die sich in zwei Hauptkategorien gliedern: zehn eigenständige (Stand-alone) Lösungen und sechs integrierte, an HR- oder ERP-Kernsysteme gebundene Lösungen.
Untersuchte Stand-alone Anbieter
- Aconso
- d.velop (d.velop documents / d.3ecm)
- ELO Digital Office
- ESCRIBA (ECAP eFile)
- forcont (forpeople Digitale Personalakte)
- Optimal Systems (enaio)
- Bechtle / PROXESS (ehem. HABEL)
- Onlyfy by XING (Recruiting – keine ePA)
- UKG (HR Service Delivery)
- Centric (Employee File for SAP)
Untersuchte integrierte Anbieter
- SAP SuccessFactors / SAP HCM (+ OpenText / Document Management Core)
- TopFlow (Digitale Personalakte für SAP)
- P&I LOGA (Edenred)
- Perbility HELIX
- DATEV Personalakte
- AKDB (OK.PERS / komXwork)
Alle Anbieter wurden anhand von sieben einheitlichen Bewertungskriterien untersucht: Funktionalität, Integrationen und Schnittstellen, Implementierungsaufwand, Aufwand im laufenden Betrieb, Betriebsmodelle, Usability und Kundenzielgruppe. Diese Methodik deckt sowohl technische als auch organisatorische Aspekte ab und macht die Lösungen direkt miteinander vergleichbar.
Die Analyse beantwortet dabei fünf zentrale Fragestellungen:
- Welche Anbieter erfüllen die funktionalen und organisatorischen Anforderungen einer modernen digitalen Personalakte?
- Welche Lösungen lassen sich nahtlos in bestehende HR- und IT-Landschaften einbinden?
- Welche davon sind hinsichtlich Implementierungsaufwand, Betriebskosten und Skalierbarkeit sinnvoll?
- Welcher Anbietertyp eignet sich für welche Unternehmensgröße bzw. Branche?
- Welche Systeme sind zukunftssicher im Hinblick auf KI, Automatisierung und Compliance-Anforderungen?
Das sind die Kernaussagen des Whitepapers
Der Softwarevergleich bietet mehrere zentrale Erkenntnisse, die für HR-Entscheider von großer Bedeutung sind.
1. Es gibt nicht die eine beste Lösung
Die wohl wichtigste Erkenntnis lautet: Eine universelle beste digitale Personalakte existiert auch im Jahr 2026 nicht. Für jede Systemlandschaft und jede HR-Organisation gibt es jedoch eine klar geeignete Lösungsklasse. Denn Die richtige Wahl hängt weniger von einzelnen Funktionen ab als von der bestehenden IT-Architektur, der HR-Organisationsstruktur und dem Digitalisierungsgrad des Unternehmens.
2. Architektur schlägt Funktionalität
In dem Whitpaper von „Stephan Boehnke HR Consulting & Training“ kommt man zu dem Schluss: Die digitale Personalakte muss in den Systemkontext passen und nicht andersherum. Denn die IT-Landschaft bestimmt, wie teuer, wie aufwendig und wie stabil eine digitale Personalakte betrieben werden kann. Schnittstellen und Berechtigungsmodelle sind entscheidender als die Benutzeroberfläche oder der reine Funktionsumfang. Migration und Governance sind oft wichtiger als Feature-Vergleiche. Eine architekturorientierte Entscheidung ist daher die nachhaltigste.
3. Drei dominierende Lösungskategorien
Die Analyse des Whitepapers ergab, dass sich der Markt in drei Kategorien einteilen lässt. So können Unternehmen für sich die „beste“ digitale Personalakte identifizieren.
- HR-spezifische ePA-Lösungen
Hierzu zählen beispielsweise Aconso, forcont, Perbility und ESCRIBA. Laut dem Whitepaper zeichnen sich diese Systeme durch HR-Prozessnähe, hohe Benutzerfreundlichkeit, schnelle Implementierung und moderne Cloud-Architektur aus. Sie sind ideal für Unternehmen, die eine digitale Personalakte primär als HR-Werkzeug betrachten.
- ECM-basierte Plattformen
Hierzu zählen zum Beispiel d.velop, ELO, Optimal Systems und ESCRIBA. Diese Lösungen eignen sich für Organisationen mit einer unternehmensweiten Dokumentenstrategie, hohen Compliance-Anforderungen und dem Bedarf an fachbereichsübergreifenden Ablagen, ergab die Analyse des HR-Experten Stephan Boehnke.
- Integrierte ePA in HR-Suiten
Hier zu zählen unter anderem SAP SuccessFactors, TopFlow, P&I LOGA, Perbility HELIX, DATEV und AKDB. Diese Lösungen punkten vor allem durch Datenkonsistenz, geringen Systembruch und geringe Abhängigkeit von Schnittstellen – ideal, wenn bestehende Kernsysteme führend bleiben sollen.
Welche digitale Personalakte passt zu welcher Software?
Das besondere an dem Whitepaper von „Stephan Boehnke HR Consulting & Training“: Es kürt nicht die eine beste digitale Personalakte, sondern es liefert detaillierte Empfehlungen, welche E-Akte zu welcher bestehenden Systemlandschaft passt. Wir haben eine kurze Zusammenfassung vorgenommen, die sich vor allem auf die SAP-, Workday- und Oracle-Umgebungen sowie komplexe Multisystemlandschaften fokussiert.
SAP-Landschaft
Für Unternehmen mit SAP als führendem System (ERP HCM, S/4HANA, SuccessFactors) empfiehlt das Whitepaper von Stephan Boehnke digitale Personalakten folgender Anbieter:
- TopFlow oder Centric, wenn alles im SAP-Stack bleiben soll
- SAP SuccessFactors + OpenText, wenn global skalierbare HR-Prozesse im Fokus stehen
- Aconso, wenn auch Dokumentenautomatisierung benötigt wird
- ESCRIBA, wenn neben der Akte auch digitale Dokumentenerzeugung, Prozessautomatisierung mit integriertem Ticketsystem und hohe Flexibilität durch No-/Low-Code-Technologie gewünscht sind
Workday- und Oracle-Umgebungen
Für Workday- oder Oracle-basierte IT-Landschaften kommen laut Whitepaper vor allem folgende Anbieter in Frage:
- ESCRIBA – für Dokumentenerzeugung, Prozessautomatisierung und Ticketsystem, hochflexibel durch No-/Low-Code-Technologie
- Aconso – wenn Dokumentenautomatisierung benötigt wird
Multisystemlandschaften
Unternehmen, die durch Unternehmenszükäufe oder internationale Strukturen mehrere ERP-Systeme parallel betreiben, sind laut dem Whitepaper mit Systemen am besten versorgt, die zeitgleich Daten aus verschiedenen Quellen verarbeiten können. Hier steche die No- und Low-Code-basierte Lösung von ESCRIBA besonders heraus.
Darauf sollte man bei der Auswahl einer geeigneten digitalen Personalakte achten
Basierend auf den Handlungsempfehlungen des Whitepapers gibt es mehrere zentrale Aspekte, die man bei der Auswahl einer digitalen Personalakte berücksichtigen sollte. Vor jeder Auswahl wird empfohlen, erstmal die vorhandene IT-Landschaft genau zu betrachten. Dabei sollten sich Verantwortliche folgende Fragen stellen:
- Was ist vorhanden und sind die Release-Stände aktuell?
- Sind die vorhandenen Systeme zukunftsfähig?
- Ist der Datenaustausch mit Drittsystemen problemlos möglich?
- Sind alle künftig benötigten Funktionen vorhanden oder in der Systemarchitektur beschaffbar?
- Soll der Personalbereich in Zukunft eigenverantwortlich im System konfigurieren und anpassen können?
- Wird „nur“ eine digitale Personalakte benötigt oder ist sie Teil einer neuen, wachsenden digitalen Strategie?
Das Whitepaper „Elektronische Personalakte – Marktanalyse & Anbieterbewertung“ von Stephan Boehnke stellt eine kompakte Entscheidungsmatrix bereit, die Unternehmensziele mit passenden Lösungsarten verknüpft. Hier erfahren Sie mehr dazu und können das Whitepaper direkt downloaden: Softwarevergleich elektronische Personalakte (ePA)
Digitale Personalakten im Vergleich (Auszug)
| Kriterium | ESCRIBA | Aconso | TopFlow | Centric | SAP SF / OpenText |
|---|---|---|---|---|---|
| Allgemeine Informationen | |||||
| Anbietertyp | Stand-alone HR-Spezialist (Teil des HR Service Managers) | Stand-alone HR-Spezialist | SAP-integriertes Add-on | SAP-natives Add-on | Integrierte Suite (SAP + OpenText ECM) |
| Funktionsumfang ePA | Sehr hoch | Hoch | Hoch | Hoch (SAP-native) | Sehr hoch |
| Zielgruppe | Große Mittelständler, Konzerne | Mittelstand, Konzerne, SAP-Org. | SAP-Mittelstand, SAP-zentriert | SAP-zentrierte HR-Org. | Große Unternehmen, Konzerne, international |
| Betriebsmodelle | Cloud/SaaS, Private Cloud, On-Prem | Cloud/SaaS, Private Cloud, On-Prem | On-Prem, Private Cloud, Hybrid | On-Prem / Private Cloud | On-Prem, Private Cloud, Hybrid, Public Cloud |
| Kernfunktionen der ePA | |||||
| Digitale Personalakte | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Bewerber- / Stellenakte | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Revisionssichere Archivierung | Ja | Ja | Ja via SAP ArchivLink | Ja via SAP | Ja |
| Dokumentenerzeugung | Ja – nahtlos integriert | Ja – Verträge, Zeugnisse | Zusatzmodul | Nein | Ja – via SAP Doc Gen |
| Workflows / Freigaben | Ja – Low-Code-Engine | Ja – integriert | Ja – Checklisten | Ja | Ja – SAP WF / BTP |
| KI-Funktionalität | Ja – Textanalyse, Klassifik. | Ja – Cloud nubea | Nein | Nein | Eingeschränkt |
| DSGVO-Löschfristen | Ja – konfigurierbar | Ja | Ja – gem. DSGVO | Ja | Ja |
| Self-Service (ESS/MSS) | Ja – Dashboards & Portale | Ja | Via SAP Fiori | Via SAP Fiori/GUI | Ja – SF-UI |
| E-Mail-Integration | Ja – Drag & Drop, PDF/A | Ja – M365 | Ja – Outlook/Notes | Nein | Über Partner |
| E-Signatur | Ja – DocuSign, AdobeSign | Ja – DocuSign, FP Sign | Nein | Nein | Über Partner |
| Multisystemfähigkeit | Ja – mehrere Systeme | Eingeschränkt | Nein – SAP-only | Nein – SAP-only | Eingeschränkt |
| Kompatibilität mit HCM-Systemen | |||||
| SAP SuccessFactors | Ja | Ja – tief | Ja – Employee Central | Ja | Nativ |
| SAP HCM / S/4HANA | Ja – SAP Certified | Ja – tief | Nativ – eingebettet | Nativ | Nativ |
| Workday | Ja | Ja | Nein | Nein | Nein |
| Oracle | Ja | Nein | Nein | Nein | Nein |
| Weitere HR-Systeme | DATEV, Dayforce, M365 | DATEV, P&I LOGA, M365 | – | – | M365 (über Partner) |
| API / Schnittstellen | REST, Webservices, OData | REST-API | SAP-nativ | SAP-intern | REST/OData, OpenText Conn. |
| Implementierung & Betrieb | |||||
| Implementierungsaufwand | Mittel bis hoch | Mittel | Mittel | Mittel (SAP vorhanden) | Hoch |
| Laufender Betrieb | Gering (Cloud) / Mittel | Gering (Cloud) / Mittel | Niedrig (SAP-Standard) | Mittel (SAP-Basis nötig) | Mittel bis hoch |
| Usability | Hoch – moderne UI | Sehr hoch – intuitiv | Gut – SAP Fiori/UI5 | Mittel – SAP-UX | Hoch (SF) / Mittel (GUI) |
| Marktdaten | |||||
| Marktpräsenz | International | International | Regional | Regional (Europa) | International |
| Mitarbeitende (ca.) | ~140 | ~100 | ~32 | ~3.100 (Konzern) | SAP SE (global) |
| Preismodell | Nicht öffentlich | Nicht öffentlich | Nicht öffentlich | Nicht öffentlich | Nicht öffentlich |
| Testzugang | Eingeschränkt | Eingeschränkt | Nein | Eingeschränkt | Eingeschränkt |
Quelle: Stephan Boehnke HR Consulting & Training – „Elektronische Personalakte: Marktanalyse & Anbieterbewertung“ (2026)
Fazit zum Softwarevergleich der digitalen Personalakten
Das Whitepaper von Stephan Boehnke bietet erstmals einen ausführlichen, analytischen Softwarevergleich zum Thema „Digitale Personalakte in Unternehmen und Organisationen”. Dabei wird schnell klar, dass es nicht die eine beste Lösung für jede Systemumgebung und jedes Anforderungsprofil gibt. Es gibt vielmehr zahlreiche technologisch ausgereifte und passende Lösungen mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen. Somit besteht die zentrale Herausforderung nicht mehr in der Technik, sondern darin, eine Lösung zu finden, die zur bestehenden Systemlandschaft, zur HR-Organisation und zur zukünftigen Digitalisierungsstrategie passt. Wer sich dabei an der Leitfrage „Wollen wir HR digitalisieren oder unsere Dokumentenwelt?“ orientiert, trifft die richtige Entscheidung für die passende Lösungsarchitektur. Das vollständige Whitepaper von „Stephan Boehnke HR Consulting & Training“ liefert die dafür notwendige professionelle Entscheidungsgrundlage.


